Die falsche Lehre

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass etwas nicht stimmt? Dass Ihnen die Wahrheit vorenthalten wird? Und dass Sie von allen Seiten manipuliert werden, sobald es um Ihr Geld geht? Da könnte etwas dran sein…

Was heute als Status Quo anerkannt ist:

Aktuell wird das sogenannte Drei-Schichten-Modell der Altersvorsorge gelehrt. Demnach umfasst die erste Schicht die Basisversorgung (Gesetzliche Rente und Rürup), die zweite Schicht die Zusatzversorgung (Arbeitgeberfinanzierte Vorsorge, Entgeltumwandlungen, Riester) und die Dritte Schicht die private Vorsorge (Private Rente und Co.)

Betrachtet man sich den Inhalt dieser Schichten, müsste einem eigentlich sofort schlecht werden:

– die gesetzliche Rente steht seit Jahren vor dem ungelösten Demographie-Problem

– die Rürup- und Riester-Renten sind eine Wette gegen den eigenen Tod (nur wer wirklich alt wird, macht damit ein Geschäft)

– die Rürup-, Riester- und Betriebsrenten unterliegen der nachgelagerten Besteuerung, wobei niemand verlässlich weiß, welche Steuersätze wir in 30 Jahren tatsächlich haben werden – sie sind als eine Wette gegen den Staat

– gesetzlich Versicherte zahlen auf ihre Renteneinkommen aus der Basis- und Zusatzversorgung (und in bestimmten Fällen auch aus der privaten Vorsorge) später noch zusätzliche Krankenversicherungsbeiträge in derzeit ebenfalls unbekannter Höhe – sie sind als eine Wette gegen das Sozialsystem

– die Zinsen für Kapitalversicherungen sind im Keller, teilweise zahlen die Versicherer nicht einmal mehr 3%

– die Banken diskutieren mittlerweile offen über Negativzinsen

– landauf landab steigt die Verschuldung der öffentlichen Haushalte und man redet zumindest bei Griechenland schon über einen Schuldenschnitt

– und auch an den Edelmetall- und Aktienmärkten kochen bereits die Preise, so dass man hier mit besonderer Vorsicht agieren sollte

Nichts an diesem Drei-Schichten-Modell ist sicher! Jede einzelne Schicht, jede vermeintlicheVerlässlichkeit und jede in Aussicht gestellte Option sind reine Spekulation.

Was wirklich Sicherheit bietet:

Die eigene persönliche Altersvorsorge wird sich daher (ungeachtet einer gesamtgesellschaftlichen Verpflichtung) für jeden einzelnen an völlig anderen Maßstäben messen lassen müssen, als dies bisher üblich war; wobei bisher eher die letzten Jahrzehnte meint… Davor war es anders:

An oberster Stelle der Altersvorsorge stand die Familie. Sie bietet Rückhalt und Zuflucht in der Krise. Sie gibt einem aber auch Bestimmung und einen Platz im Leben, an welchem man sich gebraucht und bestätigt fühlt.

An zweiter Stelle rangierte die Befriedigung der Grundbedürfnisse – also das Dach über dem Kopf und Nahrung. Der Besitz von Grund und Boden sichert das Überleben selbst dann, wenn das Wirtschaftssystem eine schwere Krise durchlaufen sollte.

Und an dritter Stelle wurde die Bildung als erstrebenswertes Gut gehandelt. War die Familie intakt und für das Auskommen gesorgt, wurde der Nachwuchs in die Schule geschickt. In der heutigen Zeit genießen wir bereits den Luxus für jedermann, eine Grundbildung zu erfahren. Dennoch ist in vielen Situationen ersichtlich, dass es gerade die Bildung ist, die den Menschen voranbringt – heute genauso wie früher. Benjamin Franklin soll einmal gesagt haben:

„Die Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“

Wenn Sie heute vor der Frage stehen, was Sie mit Ihrem Geld anstellen, wie und wo Sie es anlegen sollen, dann denken Sie einmal darüber nach, es in Ihre Familie, das eigene Heim und die Bildung zu investieren, bevor Sie es auf den Roulettetisch der Weltwirtschaft legen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.