Kosten einer weitergehenden Tätigkeit

Sollten Sie uns im Anschluss an eine erste Beratung mit der weiteren Bearbeitung beauftragen, so fallen dafür regelmäßig auch weitere Gebühren an. Diese richten sich entweder nach den Bestimmungen des RVG oder nach einer zwischen uns getroffenen Vereinbarung.

Die Höhe der gesetzlichen Gebühren können Sie zum Beispiel mit Hilfe dieses Prozesskostenrechners ermitteln. Der Gegenstandswert entspricht dabei Ihrem Interesse – zum Beispiel der Höhe eines Schadens, dem Wert eines Vertrages oder auch dem Absicherungsinteresse (zum Beispiel die volle oder anteilige Versicherungssumme oder auch die aufzurechnende Höhe einer zu versichernden Berufsunfähigkeitsrente). Ist ein Gegenstandswert den Umständen des Einzelfalles nach nicht bestimmbar, wird auf den sogenannten Auffangbetrag nach § 23 Abs. 3 RVG zurückgegriffen.

Für eine Beratung zum Tarifwechsel in der Krankenversicherung erschien bislang ein Gegenstandswert von 5.000 Euro als angemessen, wodurch regelmäßige Gebühren in Höhe von 492,54 Euro anfielen. Ist eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente von zum Beispiel 1.500 Euro Gegenstand der weiteren Beauftragung, so fielen dafür grundsätzlich gesetzliche Gebühren in Höhe von 1.954,46 Euro an.

In den meisten Fällen erfolgt auch die weitere Bearbeitung auf Basis einer Stundenvergütung, da diese häufig günstiger als die gesetzliche Vergütung ist. Die regelmäßigen Stundensätze betragen dann:

Privat- und Geschäftskunden bei allgemeinen Tätigkeiten: 142,80 Euro (120,00 Euro zzgl. 19% USt.)
Projekttätigkeiten (ab 5 Tagewerke / 40 Stunden): 119,00 Euro (100,00 Euro zzgl. 19% USt.)
Großprojekte (ab 12,5 Tagewerke / 100 Stunden): 95,20 Euro   (80,00 Euro zzgl. 19% USt.)

Die Beratung zum Beispiel zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit dem Ziel des Abschlusses eines Vertrages mit angemessener Rente und Laufzeit, ausgewählten geprüften Bedingungen und so wenig wie möglich Erschwernissen (z.B. Risikozuschlägen oder Ausschlüssen) wegen beruflichen oder privaten Risiken oder bestehenden Vorerkrankungen erfordert selten einen Aufwand von weniger als 7 Stunden, so dass hierbei regelmäßig mit Kosten von ca. 1.000,00 Euro zu rechnen ist.

Ergänzend zu vorgenannten Stundensätzen können folgende Rabattierungen genutzt werden:

Vorauskauf von 5 Stunden: 595,00 Euro (500,00 Euro zzgl. 19% USt.)
Vorauskauf von 10 Stunden: 952,00 Euro (800,00 Euro zzgl. 19% USt.)
Halbtages-Pauschale (4 Stunden): 380,80 Euro (320,00 Euro zzgl. 19% USt.)
Ganztages-Pauschale (8 Stunden): 618,80 Euro (520,00 Euro zzgl. 19% USt.)

Im Rahmen von Dauermandaten (wenn eine dauerhafte Beratung und Betreuung durch unsere Kanzlei gewünscht ist) finden folgende Stundensätze Anwendung:

Standard (Privat- und Geschäftskunden): 95,20 Euro (80 Euro zzgl. 19% USt.)
Ermäßigt (Besondere Vereinbarung bei Bedürftigkeit): 77,35 Euro (65 Euro zzgl. 19% USt.)

Was ist, wenn ich mir eine solche professionelle Beratung nicht leisten kann?

Um auch Mandanten mit „kleinem“ Geldbeutel, vor allem auch Auszubildenden, Studierenden und Beziehern von Arbeitslosengeld den Zugang zu einer hochwertigen Beratung eröffnen zu können, ist unsere Kanzlei in bestimmten Ausnahmefällen gern bereit, auch für eine geringere als die übliche oder gesetzliche Gebühr tätig zu werden.

Eine derart vereinbarte Gebühr muss dann aber unter Berücksichtigung aller Umstände – vor allem des Umfangs und der Schwierigkeit der Tätigkeit, der Bedeutung der Angelegenheit für den Mandanten sowie der Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Auftraggebers – getroffen werden und in einem angemessenen Verhältnis zu Leistung, Verantwortung und Haftungsrisiko stehen.

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