Welche private Krankenversicherung ist die Beste?

Auch dieses Jahr hat sich die Kanzlei dieser Frage angenommen und die entscheidenden Kennzahlen – nämlich die Anzahl der Versicherten, das Wachstum des Bestandes, die Verzinsung und die Rückstellungen – erhoben und verglichen.

Die Auswertung finden Sie hier: PKV-Kennzahlen_2014.pdf

(Die Auswertung des Vorjahres finden Sie hier: Link zum Artikel)

Bestände gehen zurück, Zinsen fallen, Rückstellungen steigen

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Trend der PKV eher rückläufig. Die Bestände der Versicherer sind insgesamt zurückgegangen. Nur wenige Anbieter konnten ihre Versichertengemeinschaft entgegen dem Trend weiter ausbauen.

Die Nettoverzinsung ist im Vergleich zum Vorjahr ebenso gefallen, obgleich noch 9 der 33 Anbieter das Kapital mit 4% oder mehr verzinsten.

Trotz dieser Umstände konnte der Kapitalbestand branchenweit ausgebaut werden. Während im Vorjahr die Versicherer im Schnitt mit weniger als einem Drittel des laufenden Jahresbeitrages an Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen aufwarteten, stieg der Wert auf 43,80% und nähert sich so der magischen 50%-Grenze, welche mittlerweile von bereits 6 Gesellschaften deutlich überboten wurde (Vorjahr 3 Gesellschaften).

Debeka weiterhin an der Spitzenposition

Erneut liegen alle untersuchten Kennzahlen der Debeka Krankenversicherung a.G. über dem Marktdurchschnitt. Mit mehr als 2,27 Mio. Vollversicherten ist die Debeka zugleich Branchenprimus. Sie wuchs um 1,32% im Vergleich zum Vorjahr an. Die Nettoverzinsung lag bei 4,5%. Lediglich die RfB-Quote entspricht mit 43,80% gerade so dem Durchschnitt der erhobenen Gesellschaften und könnte – so die fünf fehlenden Werte noch eingerechnet würden, sogar unter den Marktdurchschnitt fallen.

Signal Iduna dicht auf den Fersen

Als viertgrößter Versicherer hatte man im vergangen Jahr mit einem Bestandsrückgang von 0,25% zu kämpfen, was jedoch immer noch ein besseres Ergebnis darstellt, als der Branchenschnitt. Mit 4,36% Nettoverzinsung und einer Rückstellungsquote von 62% ist der Versicherer aus Dortmund hervorragend aufgestellt.

Hanse Merkur vervollständigt das Sieger-Trio

Als eher kleiner Versicherer hat es die Hanse Merkur dennoch geschafft, sich im PKV-Markt zu behaupten und glänzt mit Wachstum, hoher Verzinsung und überdurchschnittlichen Rücklagen. Mit einer Bestandsgröße von etwas mehr als 231 Tausend Vollversicherten liegt sie zwar etwas unter dem Durchschnitt von 267.641, belegt aber immerhin Platz 12 der Rangliste und hat das Vertrauen in die erforderliche Stärke und Nachhaltigkeit verdient.

Keine voreiligen Schlüsse ziehen – ein Wechsel will gut überlegt sein.

Auch wenn die anderen 30 Versicherer nicht in jedem der untersuchten Kriterien durchschnittliche oder wenigstens tolerierbare Werte erreicht haben, sollte dies nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage für einen angestrebten Gesellschaftswechsel herangezogen werden!

Auch wenn eine Gesellschaft in vergangenen Jahr nur eine niedrige Nettoverzinsung erreicht hat, können bereits gebildete Rücklagen in größerem Umfang durchaus ein Argument für den Verbleib sein. Auch ein hoher Bestandsverlust hat für die Verbliebenen etwas Gutes – die gebildeten Rücklagen stehen dem nun kleineren Kollektiv zur Verfügung und verstärken die Finanzkraft des Versicherers. Es kommt in jedem Fall auf die besonderen Umstände des Einzelfalles an.

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie derzeit gut aufgehoben sind, ob Sie den derzeitigen Tarif oder sogar die Gesellschaft wechseln sollten und zu welchen Bedingungen dies möglich wäre, so lassen Sie sich von jemandem beraten, der neutral und unabhängig ist und nicht am Abschluss oder der Betreuung eines Versicherungsvertrages verdient, nämlich bei den Verbraucherzentralen, spezialisierten Rechtsanwälten oder einem der 301 in Deutschland zugelassenen Versicherungsberater (Stand 01.07.2015, DIHK). Einen Versicherungsberater in Ihrer Nähe finden Sie unter:

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