Die Kosten einer Erstberatung

Wie hoch sind die regelmäßigen Kosten der (ersten) Beratung?

Die Gebühren für persönliche (erste) Beratungen werden auf Stundenbasis mit dem regelmäßigen Stundensatz in Höhe von 142,80 Euro (also 120,00 Euro zzgl. 19% USt.) erhoben.

Hinzuzurechnen sind Auslagen nach Maßgabe des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG), wie zum Beispiel Reise- und Übernachtungskosten, Abwesenheitsgelder oder Kosten für die Anfertigung von Drucksachen und Kopien, vor allem aber jene Kosten für Porto und Telekommunikationsdienstleistungen (insb. Telefon und Internet). Diese betragen gem. RVG Anlage 1 nach Abschnitt 7, Gebührenziffer 7002 pauschaliert 20% der Gebühren, höchstens jedoch 23,80 Euro (also 20,00 Euro zzgl. 19% USt.).

Soweit dies möglich und praktikabel ist, kann eine (Erst-)Beratung auch telefonisch und per E-Mail stattfinden. Dies trifft vor allem auf die Prüfung einer Schadensabrechnung oder einer Vertragswertmitteilung oder einen angedachten Krankenversicherungs-Tarifwechsel zu. Im Übrigen finden die Beratungen in einem der Kanzlei zur Verfügung stehenden Beratungsraum statt. Im Einzelfall und nach entsprechender Absprache können Beratungen auch bei Ihnen vor Ort zu Hause oder im Betrieb stattfinden.

Eine (erste) Beratung kann sich auch auf mehrere Gespräche und/oder E-Mails verteilen und zwischenzeitlich zudem Rechercheaufwand erforderlich machen. In einem solchen Fall werden alle anfallenden Tätigkeiten angemessen dokumentiert und für die Gebührenberechnung zusammenaddiert.

Für eine Beratung mit einer Dauer von 30 Minuten fallen demnach Gebühren von voraussichtlich 85,68 Euro (inkl. Auslagenpauschale und 19% USt.) an. Bei zum Beispiel (zusammen addierten) 90 Minuten Aufwand für mehrere Gespräche und E-Mails sowie verschiedener Recherchen – verteilt auf mehrere Arbeitstage – belaufen sich die Gebühren voraussichtlich auf 238,00 Euro (inkl. Ausl. und 19% USt.). Die angefallenen Gebühren sind in der Regel nach Rechnungstellung durch Überweisung zu entrichten.

Welche Besonderheit gilt für Verbraucher?

Sind Sie Verbraucher (dies bedeutet, dass Ihr Anliegen nicht einer unternehmerischen oder sonstigen selbständigen Tätigkeit zugeordnet werden kann, was insofern regelmäßig auf alle privaten Versicherungen, wie zum Beispiel Berufsunfähigkeits- oder auch Krankenversicherungen, zutrifft), so ist eine solche (Erst-)Beratungsgebühr gem. § 34 Abs. 1 RVG auf höchstens 321,30 Euro (inkl. Auslagenpauschale und 19% USt.) begrenzt. Auch wenn sich die Beratung über einen längeren Zeitraum erstreckt, so darf diese Gebührenhöchstgrenze nicht ohne Ihre Zustimmung überschritten werden.

Lassen Sie sich zusammen mit anderen beraten (zum Beispiel gemeinsam mit Ihrem Ehepartner in einer Sie beide betreffenden Angelegenheit), so steigt dieser Höchstsatz (ohne Auslagen) um 30% je weiterer Person, höchstens jedoch auf das Doppelte. Dies gilt jedoch nur, solange keine anderweitige (in der Regel schriftliche) Vereinbarung getroffen worden ist.

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